Über mich


Mein Name ist Annelie

Ich bin 72 Jahre alt, 

Eigene Freude am Leben trotz schwerer Behinderungen

Ich bin seit 2014 auf meinen Rollstuhl angewiesen, den ich  nur schwer selbst bewegen kann,  die Wirbelsäule ist nicht mehr stabil durch zahlreiche Wirbelbrüche, und die Kraft in den Armen und Beinen ist sehr vermindert .
Aber: es gibt jetzt wieder viele glückliche Momente in meinem Leben. Mit meinem Elektromobil kann ich mich ausserhalb des  Hauses gut fortbewegen,  und dann fühle ich  mich frei.

Ich bin von Beruf Rheumatologin und habe viele Patienten betreut und auch begutachtet. Ich habe einschlägige Erfahrungen auch als Patientin, da ich seit meinem 14. Lebensjahr an einer seltenen schweren rheumatischen Erkrankung erkrankt bin (Behcetsyndrom) .

Die Zeit ab dem Winter 2012  bis zum Juni 2014  musste ich wegen mehrerer missglückter Bandscheibenoperationen in  Universitätskrankenhäusern und Rehakliniken verbringen. Als Folge einer zu spät erkannten Infektion kam es zu einem akuten Querschnittsyndrom.

Ich habe ganz langsam die Arme und Beine wieder bewegen können,. Aber das Gehen wurde wieder schlechter. Der eingesetzte Knochenspan in der Wirbelsäule ist durchgebrochen, und eine Schraube liegt am völlig falschen Ort im Nervenaustrittskanal. Die Medikamente, die mir gegen das Behcetsyndrom helfen würden, darf ich nicht bekommen wegen der hartnäckigen Infektionen. Deshalb muss ich sehr hohe Kortisondosen einnehmen, damit ich überhaupt aufstehen kann.  Das führte zu einer erheblichen Zunahme des Bauchumfangs und einer Atemstörung mit veränderten Blutgaswerten. Nachts brauche ich eine Atemmaschine, die mit Überdruck die Luft in die Lungen pumpt. Ich wurde an beiden Augen operiert und erhalte alle sechs Wochen eine Injektion in das rechte Auge.

Wenn ich auf mein Leben zurück blicke, bin ich  zufrieden mit dem, was ich erreicht habe trotz der rheumatischen Erkrankung, die mir oft wochenlang akute Schübe bereitete mit unerträglichen Kopfschmerzen und Übelkeit. 

schwierige Kindheit mit vielen traumatischen Erlebnissen

Als Kind habe ich mich zu Hause nicht wohl gefühlt, unsere Mutter war sehr nervös und streng. Ich habe mich mit sexuellen Missbrauch auseinander setzen müssen. Später  habe ich sehr  dafür gekämpft, mein Abitur trotz ganz erheblicher Fehlzeiten zu schaffen,  und ich  habe viel Unterrichtsstoff allein nachgeholt. Leider machten mir die Mitschülerinnen das Leben schwer durch Mobbing, sie tauchten mich im Schwimmbad unter, so dass ich fast ertrank und keine Freude mehr am Unterricht hatte.

.Ich konnte trotz der schweren  Erkrankung mein Ziel erreichen, Ärztin zu werden, und auch für meine beiden Kinder da zu sein. Beide wurden in dem Jahr meines Examens geboren und wir zogen nach Aachen um.

Ich habe sehr schwere Zeiten erlebt, in denen ich  ganz kurzfristig entmutigt war. Aber ich habe gelernt, das ,was ist zu akzeptieren und das Beste daraus zu machen. Ich habe immer dafür gekämpft, dass es mir besser geht, und habe sehr viel Übung darin, den Kopf hoch zu halten.

Ich möchte Sie ermutigen, auch für sich zu kämpfen, es gibt so gute Beispiele von mutigen Menschen, die trotz ihrer Behinderung ein zufriedenstellendes  und erfülltes Leben führen. 

 

Ich bin  stolz auf meine beiden Kinder. Ich kann vier kleine Enkel aufwachsen sehen.Sie bereiten  mir viel Freude.Dass wir so spät noch Großeltern geword n sind, war ein großes Geschenk für uns. Doch sehe ich sie zu selten. Meine Tochter wohnt im dritten Stock in Köln, es gibt keinen Aufzug, mein Sohn wohnt in Hamburg.

Ich wohne mit Ekkehard, meinem Partner zusammen, der mich jetzt liebevoll betreut. Er ist heute immer noch sehr fleissig. Er war Chefarzt der Rheumaklinik in Aachen ,er hat sich sehr für seine Klinik und Patienten engagiert.



Er hat sich sehr für die DGRH, die Deutsche Gesellschaft für Rheumatologie eingesetzt .Darüber war ich damals manchmal traurig, weil wenig Zeit für die Familie blieb.. Jetzt bekomme ich schon fünf Jahre lang sehr viel zurück.Wir haben viele gemeinsame Interessen. Mein Mann gibt mir die Möglichkeit, das zu tun, was ich noch kann, weil er mir alles andere abnimmt.Wir diskutieren viel, ich bin immer wieder überrascht, was er alles weiß und handwerklich kann, er kocht auch ganz hervorragend.

Wenn ich mit meinem Elektromobil fahre, kann  ich die Natur mit den verschiedenen Jahresezeiten geniessen und treffe viele andere nette Hundebesitzer.

Unser Hund, Max, ein Bordercollie,  

ist sechs Jahre alt, ist auch behindert. Er hat ein Querschnittsyndrom mit Lähmung beider Hinterbeine seit 6 Monaten durch einen abgelaufenen Rückenmarksinfarkt . Mit Hilfe seines Rollstuhls kann er auf den Vorderpfoten laufen.

Er macht uns sehr viel Freude und zeigt selbst  auch oft viel Freude am Leben., ich habe gelernt, welche Bedürfnisse er hat, er kann sich gut bemerkbar machen.Er muss viel beschäftigt werden , und er kann nicht lange allein bleiben. 

Traumatische Kindheit

Ich habe eine traumatische Kindheit erlebt mit Missbrauch, Mobbing in der Schule und mit einer psychisch kranken Mutter(Borderlinesyndrom). Ich habe meine Konflikte aufgearbeitet, das hilft mir, mich und die anderen besser zu verstehen und nach vorne zu sehen.

Es macht mir Freude zu schreiben. Ich habe ein Buch geschrieben, das Mut machen soll. Ich wünsche mir sehr, mit meinem Blog viele Menschen zu erreichen, und dass ich Ihnen mit meinen Informationen helfen kann.

Früher habe ich mir immer gesagt: „Kopf hoch,da musst du durch“!Es war für mich eine große Herausforderung, mit der Webseite zurecht zu kommen. Aber ich glaube, ich habe es jetzt geschafft.

  • Im letzten Jahr habe ich ein Achtsamkeitstraining absolviert  (Mindfulness Stress reduction. MBSR) ) und Selbstmitgefühl) Mindfulness Self compasión (MSC). Dadurch bin ich viel ruhiger geworden. Und kann mehr den Augenblick wahrnehmen, doch da kann ich noch viel lernen.Ich habe gelernt, das zu akzeptieren, was ich nicht ändern kann und das zu tun, was ich noch kann,  und ich  frage mich nicht ständig, was ich nicht mehr kann.

Ich werde einerseits über meine Erlebnisse als Behinderte berichten, andererseits auch viele Informationen über alle Themen rund um die Behinderung weiter geben.