meine Ziele

1. Ich möchte Ihnen Mut machen,

aufgrund meiner eigenen Geschichte,

Aufgrund meiner besonderen Erfahrungen, die ich aus der Sicht einer Ärztin und Patientin machen konnte, die selber sehr behindert ist.

Und aufgrund der Geschichten von vielen anderen Behinderten (Hochleistungssportler, die für Paralympics kämpfen, Stephen Hawkins, der an ALS(Amyotrophische Lateralsklerose) litt, Christian Reeves, der eine Stiftung zur Erforschung des Querschnittsyndroms gründete mit dem Ziel, neue Behandlungsmethoden zu finden.

Ich kenne das Gefühl, allein gelassen zu werden mit den Ängsten vor der Diagnose Multiple Sklerose, wie es sich anfühlte, wenn ich nicht ernst genommen wurde, weil man keine Diagnose stellen konnte.

Ich weiß, wie erleichtert ich war, als endlich die Diagnose des Behcetsyndroms gestellt wurde und die unerträglichen Kopfschmerzen endlich behandelt wurden.

Ich kenne viele Menschen, die sehr gut mit wiederkehrenden Verschlechterungen ihrer Erkrankung leben können, indem sie das Unveränderliche akzeptiert haben und sich ehrenamtlich engagieren.Sie haben eine Aufgabe, nehmen damit Teil am sozialen Leben.Sie sind besonders resilient, haben eine große seelische Widerstandskraft. Diese Begriffe werde ich auch erklären.

Ich möchte Ihnen Mut machen, dass es sich lohnt zu kämpfen für ein ausgefülltes Leben,

dafür ist es wichtig, möglichst gut informiert zu sein über alles, was uns helfen kann, so zu leben wie wir es uns jetzt vorstellen.

Und ich möchte Sie gut informieren über alles , was Ihnen dabei helfen kann , zu einem zufriedenen und ausgefüllten Leben zu finden,

So manche Information hätte mir damals sehr geholfen, weniger Angst zu haben, mich besser verstanden zu fühlen,

Nicht mehr an mir selbst zu zweifeln , ob ich mir denn wirklich diese schlimmen Kopfschmerzen und das Fieber nur einbilde,

Oder sogar selber schuld daran sei, weil ich mich nicht von meinem Freund trennen wollte.

Meine Geschichte:

Mein Name ist Annelie, ich bin 72 Jahre alt, sehr behindert und chronisch krank seit meiner Kindheit (Behcetsyndrom). Es ist eine rheumatologische Erkrankung. Seit 2014 kann ich nicht mehr laufen aufgrund total missglückter Bandscheibenoperationen

Ich lebe in unserem schönen Haus zusammen mit Ekkehard, meinem Mann und Max, unserem seit Kurzen querschnittsgelähmten Bordercollie , beide tragen sehr zu meiner Lebensfreude bei,

Max und ich
wir sind beide behindert und auf den Rollstuhl angewiesen und wir fühlen uns damit frei

Max und ich mit unseren Rollstühlen

meine Kinder sind erwachsen, sie haben beide eigene Kinder, ich kann mich über vier Enkelkinder freuen im Alter von zwei bis acht Jahren

ich bin von Beruf Ärztin, habe eine rheumatologische Praxis in Köln geführt.

Meine Themen :

chronische Krankheitsbilder

ich informiere über verschiedene chronische Erkrankungen, wie die RA(Rheumatoide Arthritis) , MS(Multiple Sklerose) . Wir fürchten uns vor diesen Diagnosen, weil wir glauben, wir würden damit bald schwer behindert oder berufsunfähig werden. Durch die gut wirksamen neuen Medikamente, den sogenannten Basistherapien, kann der Verlauf sehr oft positiv beeinflusst werden. ich möchte Ihnen die Angst nehmen, auf jeden Fall schwer behindert zu werden.

Ich möchte auch ganz besonders die Erfahrungen austauschen , die ich aus der Sicht einer Ärztin und als selbst Behinderte machen konnte.

ich schreibe über Hilfen finanzieller Art

über Assistenz, Haushaltshilfe

medizinische Behandlung,

psychologische Hilfen,

Ich werde wichtige Begriffe erklären

Ich schreibe über das Pflegegeld, Verhinderungs-und Kurzzeitpflege

Ich werde darüber berichten, wie Sie den GdB (Grad der Behinderung) beim Versorgungsamt beantragen können und den Pflegegrad .

Ich habe mich nie unterkriegen lassen. Ich wollte meine Ziele nicht aufgeben,und ich habe sie erreicht.

Heute fühle ich mich als sehr Behinderte glücklicher, als ich es in jungen Jahren war. Wenn ich ein Ziel habe, an dem ich auch zusammen mit meinen Mitmenschen arbeiten kann, fühle ich mich wohl. Ich kann das tun, was ich gern tue und was mir gut tut. Zwar kann ich nicht mehr gehen, meine Hände nur sehr wenig gebrauchen, weil das Gefühl und die Kraft fehlen, aber es gibt doch ganz viele Dinge, die ich doch noch kann. Dazu gehört auch das Schreiben dieses Blogs. Ich lese sehr gern, interessiere mich für viele Themen, diskutiere gern, schaue mir Dokumentationen an mit meinem Mann. Wir fahren mit unserem Bordercollie Max spazieren und uns begegnen dabei viele sehr nette Nachbarn mit Hund. Ich genieße das gute Essen, das mein Mann kocht.ich beschäftige mich gern mit unseren Enkeln

Ich habe ein Achtsamkeitstraining absolviert, das hat mir sehr geholfen,mehr im Hier und Jetzt zu leben, und das mir sehr hilft , Inne zu halten und mich auf den Augenblick zu konzentrieren.

Ich habe das Glück, dass mein Ehemann, Ekkehard, mich liebevoll betreut. Wir haben viele gemeinsame Interessen, wir könen über  viele Themen diskutieren, ich lerne unglaublich viel von ihm, weil er soviel weiss.In unserer Nachbarschaft wohnen viele sehr nette Leute, mit denen wir uns austauschen auf unseren Spaziergängen mit Max. Max macht uns auch sehr viel Freude und wir bekommen viel zurück.Er ist ein besonders lieber Hund.Wir sind sehr froh, dass wir ihn nicht einschläfern lassen haben.