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Mehr Lebensfreude durch mehr Achtsamkeit

Was hilft mir, mehr Lebensfreude zu empfinden?

Während der letzten zwanzig Tage habe ich noch einmal an einem kleinen Seminar über Achtsamkeit teilgenommen.. Vor einem Jahr hatte ich nach der Anleitung nach Kabath und Zinn den achtwöchigen Kursus über MSBR („Mindfulness Stress Reduktion“) nach der CD und dem Buch durchgearbeitet und in Eigenregie versucht, es zu erlernen. Es gibt achtwöchige Kurse über“ Mindfulness Stress Reduktion “ in einer Gruppe. Doch ich konnte nicht teilnehmen, weil es kein behindertengerechtes WC vor Ort gab. Dabei habe ich gemerkt, dass ich zwar die Übungen mache wie das“ Bodystraffing“, aber es fällt mir schwer, zu meditieren. Ich bin wesentlich ruhiger geworden, mittags schlafe ich manchmal damit ein, ich kann viel besser geduldig warten, wenn mein Mann, der mich versorgt, erst einmal etwas anderes fertig macht, ehe er das fortsetzt, womit er bei mir angefangen hat. Er hat viel zu tun, aber er ist auch sehr ordentlich, wen n er etwas in der Hand hält, bringt er es zuerst wieder an seinen Platz in einem anderen Raum. Dann saß ich und wartete, ärgerte mich , und die Stimmung wurde ungemütlich. Jetzt mache ich die Übung, die sich „Bodyscan“ „ nennt und im Nu ist die Wartezeit vergangen ohne Ärger.

https://www.tk.de/techniker/unternehmensseiten/unternehmen/broschueren-und-mehr/mp3-body-scan-2013432

Meditieren fällt mir schwer

Immer mal wieder versuche ich, kurz zu meditieren. Ich mache ich ein paar Atemzüge, in denen ich versuche, meinen Atem zu beobachten und dann die Übung , die sich“Liebende Güte“ nennt. Bei dieser Übung soll ich Liebe und Mitgefühl für mich selber empfinden, möglichst mehrfach am Tag mindestens fünf Minuten lang . Aber noch funktioniert das nicht immer richtig, vielleicht glaube ich zu wenig daran, dass ich liebenswert bi,und manchmal kommt es mir auch zu esoterisch vor, dass ich wirklich Liebende Güte für mich und sogar für alle anderen Menschen und Wesen empfinden soll. Ich glaube daran, dass zwischen mir und anderen Menschen eine Verbindung besteht, es gibt auch eine Bezeichnung für das, was schwingt an psychischer Energie von dem Psychoanalytiker Schellenbaum, der das „Psychoenergetik „ nennt. Es soll nachweisbare Veränderungen im Gehirn ( an der Amygdala)geben , wenn Menschen regelmäßig meditieren.

Selbstmitgefühl hilft mir, wenn es mir schlecht geht

Es gibt sogar einen ganzen Kursus über „selfcompassion,“ Selbstmitgefühl. Letzteres habe ich dabei auch gelernt. Wenn es mir seelisch oder gesundheitlich schlecht geht, dann hilft es mir, und es geht es mir deutlich besser, wenn ich Mitgefühl für mich selbst aufbringen kann. Dann kann ich viel schneller wieder Freude empfinden. Ich kann nicht aufrecht sitzen durch meine erheblichen Schädigungen an derWirbelsäule, im Liegen geht es erheblich schwerer, frei durch zu atmen. Ich muss nachts mit Überdrückbeatmung schlafen, , weil meine eigene Atmung im Liegen nicht ausreicht, um mich mit genügend Sauerstoff zu versorgen.

Ganz bewusst das tun, was mich gerade beschäftigt

Bei dem achtwöchigen Kursus habe ich es nicht geschafft, es beizu behalten, achtsam verschiedene Dinge zu tun. Deshalb mache ich dieses kleine Seminar online.

Für dieses Seminar sollte ich die Übung machen, bei der ich fünf Minuten lang meine Umgebung ganz aufmerksam wahrnehme, um damit im Augenblick zu verweilen. Ich habe von Kleinkind an gelernt, dass alles schnell gehen muss, dass es nicht darauf ankommt, achtsam etwas zu tun. So habe ich gelernt, nur zufrieden mit mir zu sein, wenn ich schnell fertig geworden bin mit meiner Aufgabe. Doch dann empfand ich keine Freude an den Tätigkeiten. Durch die Polyneuropathie fällt mir sehr schnell etwas aus der Hand. Deshalb ist auch ganz wichtig, möglichst vieles bewusst zu tun und dabei Freude empfinden.

Auf meine Gefühle achten

Daneben habe ich gelernt, möglichst nie aufzugeben. Dabei habe ich nur auf mein Ziel geachtet, ich habe es irgendwie auch fast immer erreicht. Es war für mich in vielen Situationen wichtig, durchzuhalten. aber ich achtete nicht darauf, wie ich mich fühlte, und ich nahm keine Rücksicht auf meine Gesundheit . Für mich ist es ganz wichtig, achtsam zu werden und zu sein, weil ich mich dann viel besser fühle.

Aber noch fehlt mir das Umsetzen in mein tägliches Leben. Bei dem kleinen Kursus soll ich neues Verhalten einüben und trainieren, meine Gefühle wahrzunehmen , und sie dann auch wieder vorbei ziehen lassen. Ich soll sie nicht verdrängen, sondern durch weitere Fragen näher an das Gefühl kommen.

Ich frage meistens nicht danach, wie ich mich fühle, sondern tue fast unermüdlich etwas, fast automatisch , – zum Beispiel Lesen oder Surfen oder Einkaufen im Internet, mit meinem Blog arbeiten, mit Max spielen.So komme ich nicht ins Grübeln, mich interessieren auch viele Bücher, Dokumentationen, politische Sendungen.

Doch wirkliche Freude macht es mir, zu schreiben. Ich möchte einerseits mich und meine Gefühle besser verstehen und erreichen, mir selber begegnen.Ich möchte aber mit diesem Blog vor allem meine Leser erreichen.

ich wollte über zu viele Themen schreiben

Gestern habe ich damit schon eine für mich hilfreiche Erfahrung gemacht. Mir ist klar geworden, dass ich die Präsentation des Blogs besonders umfangreich machen wollte, man sollte sehen, wie viel Mühe ich mir gemacht hatte, ganz viele Themen anzuschneiden, über möglichst viele Krankheiten zu schreiben. Dadurch war mein Navigationsmenü total unübersichtlich.

Nun fange ich noch einmal von vorne an und schreibe über das ,was ich erlebe.