Ostern zu Zeiten der Coronavirusepedemie

Körperliche Kontakte meiden

Körperliche Kontakte meiden

Es ist eine sehr schwierige befremdliche Zeit, ich muss Abstand halten zu den Menschen, die ich gern um mich habe. Aber durch fehlende Barrierefreiheit konnte ich auch sonst nicht in das Haus unserer Nachbarn hinein. Bei den meisten Häusern müssen mehrere Stufen überwunden werden. Nur wenn es draußen warm ist, kann ich über den Garteneingang in die Wohnzimmer unserer Nachbarn hinein kommen.Jetzt ist das Wetter schon im April so gut, dass wir draußen sitzen könnten.Schade, wir dürfen es nicht.Manche Menschen kommen mir zu nahe, näher als einen Meter. Ich mag dann nicht wegrücken, weil ich fürchte,dass der andere sich abgelehnt fühlt. Es sind überwiegend alte Menschen oder Menschen, die einsam sind. Ich selber bin eine Risikopatientin, weil ich sehr hohe Kortisondosen einnehmen muss. Ich muss geschützt werden. Aber ich bin auch einsam , zum Teil durch meine Behinderung, vielleicht auch, weil ich selber ein schwieriger Mensch bin. Und schwierig ist es, dass ich eher den anderen als mich selber schütze. Im Augenblick bin ich hin und her gerissen, ob ich spazieren fahren mag mit meinem Mann und Max.

Der Frühling kommt

Draußen scheint die Sonne, es ist sommerlich warm. In all den anderen Jahren bin ich mit meinem Mann nach Belgien gefahren zu dem Brombeerweg, der zweigt links ab, kurz bevor man nach Raeren hinein kommt. Dort haben wir dreißig Jahre lang den Frühling begrüßt. Als ich fünfundzwanzig Jahre alt war, habe ich zum ersten Mal bemerkt, dass der Frühling begann. Vorher war für mich alles gleichgültig oder deprimierend gewesen. Ich war mir dessen garnicht bewusst, dass ich depressiv gewesen war. Aber nun habe ich mich jedes Jahr darüber gefreut, dass die ersten Anemonen blühten, dann das Scharbockskraut, Schlüsselblumen, gelbe Veilchen. Nun konnte ich es nur hier betrachten, etwas später, am unteren See in der Nähe des Restaurantes das Haus am See. Auf der Wiese blühen Anemonen, vereinzelt auch Wiesenschaumkraut., Hahnenfuß , Vergissmeinnicht.in den Vorgärten blühen die Magnolien, Tulpen, Rhododendron, Azaleen, Narzissen. Die Forsytien sind schon verblüht.Es riecht in manchen Gärten nach yknoblauch, dort wächst der Bärlauch. Vor zwei Jahren waren wir am Keukenhof und haben dort die wunderschönen Blumenfelder bewundert,

Neue Kontaktarten mit unseren Enkeln

Weil wir unsere Enkel aus Köln nicht hier treffen dürfen, wR ich traurig. Ich habe mir überlegt, dass ich den Kindern etwas zum Basteln schicken wollte. Ich habe Ihnen Papphasenohren zum Basteln geschickt. Per Skype könnten wir sehen, mit welcher Freude die beiden gebastelt haben. Niklas schickte uns dann einen Brief, den er ganz allein aufgesetzt hatte. Auch Simon schrieb einen kurzen Brief. Ich habe eineEmail zurück geschickt, Simon hat mir geantwortet mit einer E-Mail, er habe jetzt selber eine E-Mail-Adresse. Auch Natalie hat uns einen Brief aus Hamburg geschrieben. Morgen werden wir Ostereiersuchen im Garten über Skype machen.

Spargel essen, Rhabarberkuchen, Bärlauchnudeln

Unsere Nachbarin hat uns schon zweimal je ein Stück Rhabarberkuchen mitgebracht. Wir könnten an dem alten Zollhäuschen an der Grenze Spargel kaufen.mit Bärlauchpesto war es sehr lecker. Mein Mann genießt die ersten Erdbeeren. Ich werde gleich einen Hefezopf backen. Unsere nette Nachbarin hat uns Hefe mitgebracht.

Was ist besser geworden in dieser schwierigen Zeit?

Wir haben neue Arten der Kommunikation gefunden. Unsere Enkel haben meine alten Tablet PCs eingeweiht und waren sehr stolz darüber. Ich hatte sehr nette Gespräche mit der Nachbarin, die für uns einkauft. So lerne ich sie besser kennen.

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