wer bin ich

Mein Name ist Annelie. Ich bin 72 Jahre alt

Ich bin von Beruf Rheumatologin und blicke sehr gern auf die Arbeit mit meinen Rheumapatienten zurück.
Vor 15 Jahren gab es noch noch keine Medikamente, die zur kompletten Remission führen konnten, deshalb traten bei vielen meiner Patienten Schäden an den Gelenken und Behinderungen auf.
Ich habe viele dieser Patienten bewundert, wie tapfer sie die Einschränkungen aufnahmen, um dann das Beste für sich und ihre Familie und Freunde daraus zu machen.
Ich selbst leide an einer chronisch rheumatischen Erkrankung, die seit meiner Kindheit besteht und zu einer Gehstörung geführt hat und zu einer Polyneuropathie mit Nervenlähmungen und Gefühlsstörungen.
Aufgrund einer missglückten Bandscheibenoperation kam es zu wiederholten Infektionen mit einem Querschnitssyndrom und trotz Operationen zur Versteifung der Wirbelsäule bin ich rollstuhlpflichtig geworden.

Ich habe Menschen mit schweren Behinderungen kennen gelernt, die es geschafft haben, ein für sie zufriedenstellendes Leben zu führen.
Ich möchte in diesem Blog Geschichten erzählen von Menschen, die behindert und doch oft glücklich sind.

Ich habe auch ein Buch geschrieben:Briefe an mutige Frauen, die sehr tapfer sich schweren Herausforderungen gestellt haben.
Ich möchte Ihnen auch Erlebnisse aus meinem Leben als Behinderte schildern. Es gibt es viele glückliche Momente für mich, wenn ich zusammen mit anderen Menschen etwas bewegen kann. Es gibt viele Bereiche, die mich interessieren wie Lesen, Ansehen von Dokumentationen, selber schreiben, echte menschliche Begegnungen, das Beobachten der sich wandelnden Natur.
Da ich zunächst selber nicht Bescheid wusste über die möglichen Hilfen , die ich hätte bekommen können, fühlte ich mich sehr hilflos. Es hätte gegeben Hilfen finanzieller Art, technische Hilfsmittel wie zum Beispiel ein Treppenlift oder ein Toilettenaufsatz, der Umbau der Dusche, spezielle Rollstühle, ein Elektromobil.

Ich möchte alle Möglichkeiten der Hilfe ansprechen und über meine alltäglichen Erfahrungen schreiben, auch im Umgang mit Max, unserem querschnittsgelähmten Hund.

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